Türkische Kleinkunst
Nach dem Zerfalls des Seldschukenreiches schufen die Osmanen ein Fürstentum - Beylik - im Jahre 1299, das im Laufe seiner Ausdehnung zu einem anatolischen Reich und schließlich zu einem Großreich wurde, welches sich hinaus über die Grenzen Europas, Afrikas und Asiens erstreckte.
Während dieser Zeitspanne von 625 Jahren vermachte das Imperium seinen weit verstreuten Provinzen Kunstwerke, die Symbole seiner Stärke und Macht waren und gewährte den Völkern seiner Herrschaftsgebiete religiöse Freiheit. Das Großerich übernahm auch die wichtige Rolle der Schirmherrschaft über die Kunst.
Beim Osmanischen Hof befand sich eine Fachschule der Kunst, die Künstler ausbildete und gleichzeitig auch förderte; sie wurden in dem Geist erzogen, dauerhaft Neuerungen auf ihrem Kunstgebiet in ihr Werk einzubeziehen; man pflegte deshalb gute und fruchtbare Beziehungen zu den Kunsthandwerkern außerhalb des Hofs.

Farbiges Glasfenster im Topkapi Palast
Die osmanischen Herrscher waren sowohl große Förderer der Kunst als auch selbst Künstler von bemerkenswertem Talent - gut bewandert auf einigen Gebieten der Kunst. Süleyman l. ist für seine Dichtkunst bekannt, Selim ll. als prominenter Komponist.
Abdülmecit war berühmt für seine kalligraphische Begabung und Abdülmecit ll. wurde auch bekannt als talentierter Kunstschreiner. Auch andere Sultane besaßen großen Kunstsinn und spielten eine große Rolle als Mäzene der Kunst. Sie hinterließen großartige Bauwerke und einen günstigen Nährboden für die Entwicklung der Kleinkunst.

Innansicht der Yesil Türbe, Bursa. Fayence-Ornamentik des Grabmals zeigend.
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