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ISLAM, SEINE GEBETE UND MOSCHEEN

Stadtschattenbild

   Was ist Islam und welche Funktion hat eine Moschee? Sie werden sicher darüben mehr wissen wollen als z.B. Bauzeit, Ausstattung und andere Details.
Als Religion ist der Islam eine Gliederung von Glaubenssätzen und-verfahren, die von Mohammed verkündet, im Koran zusammengetragen und durch die Überlieferungen von Ansichten und Taten Mohammeds ergänzt wurden. Der Islam, der über 450 Millionen Anhänger hat, erstreckt sich von Marokko im Westen bis Pakistan im Osten. Er steht dem jüdischen und dem christlichen Glauben näher als alle anderen Religionen.

Man glaubt im Islam auch an ein Jenseits und an eine Auferstehung. Im Koran, der aus 114 sog. <Suren> (Abschnitten) besteht, die 6666 Verse enthalten, werden nur zwei Engel beim Namen genannt: Gabriel, der Mohammed seine Offenbarungen zuteil werden ließ und Michael, der Gottesbefehle im Weltall ausführt.

Die Lehre des Islams kennt fünf große Propheten vor Mohammed: Adam, Noah, Abraham, Moses und Jesus. Sakramente wie Taufe und Erstkommunion u.a kennt der Islam nicht.
Der Islam basiert auf fünf Geboten, die meist als die <Fünf Säulen des Islam> bezeichnet werden: Glaube, Gebet, Almosen, Fasten und Pilgerfahrt

1. Säule ist der Glaube:

Man muß ohne Zweifel bekennen, daß es nur einen einzigen Gott (=Allah) gibt und daß Mohammed sein Prophet ist.

2. Säule das Gebet:

Man muß fünfmal am Tage zu festen Zeiten nach der vorgeschriebenen Art beten. Vor jedem Gebet besteigt der Muezzin (=der Gebetsausrufer) das Minarett und ruft die gläubigen Moslems fünfmal zum Gebet aus: Zum Morgengebet (beim Sonnenaufgang), Mittagsgebet, Nachmittagsgebet, am Abend (beim Sonnenuntergang) und zur Nachtzeit.

Er ruft:
Gott ist der Allergrößte
Ich bezeuge, daß es keinen Gott gibt außer Allah
Ich bezeuge, daß Mohammed der Prophet Allahs ist
Kommt zum Gebet,
Kommt zur Erlösung,
Gott ist der Allergrößte
Es gibt keinen Gott außer Allah.


Vor jedem Gebet ist eine rituelle Waschung vorgesehen, wobei man sein Gesicht, Hände und Arme bis Ellbogen, die Füße bis zu den Knöcheln und sein Kopfhaar waschen muß. Diese Waschungen sollten den Körper des Menschen ebenso reinigen, wie die Gebete seine Seele reinigen. Alle Körperteile, die beim Beten auf dem Teppich den Boden berühren, müssen sauber sein.

Zu den täglichen Gebeten ist der Moslem verplichtet, dabei ist es aber ganz ihm überlassen, wo er betet. Nur jeden Freitagmittag muß er sein Gebet in der Moschee in der Gemeinschaft verrichten. Das Freitagmittaggebet ist im Islam das Hauptgebet der Woche und entspricht bei den Christen ungefähr der Sonntagsmesse.

Die arbeitsfähigen Gläubigen, die für die festen Tagesgebete keine Zeit haben, dürfen sie nachholen und die Alten oder Kranken, die sich nicht knien können, dürfen einfach beim Sitzen beten.

  
 

  Der Gläubige wendet sich beim Beten jedesmal nach Südosten, die Richtung der Heiligen Stätten Mekka und verrichtet sein Gebet, indem er aufrecht steht, sich verneigt auf die Knie geht und mit seinem Kopf und sienen Handflächen den Boden berührt und dann wieder aufsteht, ohne dabei seine Hände zu benutzen. Das muß er der Gebetsstunde entsprechend mehrere Male wiederholen, wobei sich je nachdem eine Gebetsdauer von 10-25 Min. ergibt.

3. Säule ist das Almosengeben:

Jeder wohlhabende Moslem muß von seinem Gesamtverdienst im Jahr 2,5% zur Unterstützung für die Armen, Witwen und Waisen geben. Das kann in Bargeld und auch in Ware bezahlt werden. Die Almosen sind keine Steuer sondern ein Darlehen an Allah.

4. Säule ist das Fasten:

Zum Fasten sind alle Moslems verpflichtet, ausgenommen die Kinder, die Kranken und diejenigen auf langen Reisen. Der Fastenmonat heißt Ramadan und er ist der 9. Monat im arabischen Kalender. In diesem Monat darf man zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen, nichts trinken und sich nicht sexuell betätigen. Damit lehrt das Fasten den Moslem, seinen Körper zu beherrschen und die Leiden der Armen zu verstehen.

Das Ende des Ramadans wird mit einem drei Tage dauernden Fest gefeiert (türk. Ramazan (oder Seker) Bayrami), bei dem man neue Kleider trägt, sich gegenseiting gratuliert und zu den älteren Leuten auf Besuch geht. Zu diesem Anlaß werden Süßigkeiten und Delikatesse serviert. An diesem Fest werden nach dem Morgengebet auch die Gräber der verstorbenen Familienmitglieder besucht.

5. Säule ist die Pilgerfahrt:

Jeder finanziell und gesundheitlich dazu fähige Moslem ist verpflichtet, einmal in seinem Leben nach Mekka zu pilgern. Die offizielle Pilgerfahrt findet jedes Jahr zwei Monate nach dem Ramadan statt. Die Pilger müssen in Mekka gleich gekleidet sein, um sich daran zu erinnern, daß alle Menschen vor Allah gleich sind.

Moschee:

Das Modell aller Moscheen ist das Haus Mohammeds in Medina, der aus verschiedenen um einen Hof gruppierten Hütten bestand, die dem Propheten und seinen Frauen gehörten. Es war die Stätte privater Gebete, Ort politischer Versammlungen und Wohnhaus der obdachlosen Gläubigen. Nach dem Tode Mohammeds (632 n. Chr) wurde das Haus auch seine Grabstätte.

Betende Gläubige

Betende Gläubige

Schematische Darstellung einer Sultansmoschee

 

 

Schematische Darstellung einer Sultansmoschee

 

 

 

 

 

 

 


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