Das Hippodrom (türk. At Meydani)
Der römische Kaiser Septimius Severus ließ diesen langgestreckten westlich der Blauen Moschee gelegenen Platz im Jahre 203 ausbauen. Er erweiterte die Stadtmauern und stattete die Stadt mit einer Arena für Wagenrennen aus, die durch viele Umbauten beträchtlich vergrößert wurde.
Das Hippodrom war in byzantinischer Zeit Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Hier fanden nicht nur Wagenrennen, Zirkusspiele und Gladiatorenkämpfe statt, sondern es war auch der Platz, wo man die Feste zu Ehren der Kaiser feierte. Zweimal war es der Schauplatz großer blutiger Kämpfe und Aufstände. Der erste Aufstand fand im Jahre 532 zur Zeit von Justinian zwischen den beiden politischen Parteien (den Grünen und den Blauen) statt, der beinahe dem Kaiser den Thron gekostet hätte, wobei der Feldherr Justinians "Belisar" anscheinend 40.000 Menschen im Hippodrom töten ließ.

Das Hippodrom
Das zweite Mal ließ der Sultan Mahmut ll. hier im 19. Jh. anscheinend 30.000 aufständische Janitscharen umbringen.
Dieses etwa 400 m lange und 120 m breite Hippodrom bot ungefähr 40.000 Zuschauern Platz. Die Einfuhr war im Norden des Platzes, gegenüber dem sog. Millionenstein.

Ägyptischer Obelisk - Westseite |